Die Vier von der (dänischen) Tankstelle – Gasoline Grill, einer der besten Burgerläden der Welt!

Bisher war mein Burgerhorizont doch recht überschaulich und ziemlich lokal. Berlin, Leipzig, Magdeburg und die eigenen Kreationen. Andere machen sich da viel mehr Gedanken. Sie begeben sich auf die Suche nach den leckersten Burgern und den besten Burgerläden auf der Welt. Lass sie machen, dachte ich mir. Bis jetzt!

Vor wenigen Tagen hatten wir als Familie auf eine unserer Urlaubsreisen einen Kurzstop in Kopenhagen. Kopenhagen ist ja durchaus als ein Ort für Feinschmecker bekannt. Dort trafen wir uns mit Tina der Cousine meiner Frau und ihrem dänischen Freund Martin, die uns ein wenig durch Kopenhagen führten. Ich hatte bereits im Jahr 2010 das Vergnügen Kopenhagen zu erkunden. Und dann gleich der erste Schock! Die recht bekannte Streetfood-Halle gegenüber der Oper wird gerade abgerissen, um neuen, wahrscheinlich teuren Wohnraum zu bauen. Ganz in der Nähe gab es ein paar Container mit Anbietern von Essen und trinken, was mir auf den ersten Blick aber als nicht wichtig erschien. Welche Perle ich dabei gerade übersehen hatte, sollte sich wenig später rausstellen.

Martin und ich kamen ins Gespräch unter anderem über die Gogrillaz und er erzählte mir, dass in Kopenhagen einer der besten Burgerläden der Welt sein soll. Kann ja jeder behaupten, dachte ich. Aber das ganze wurde, initiiert durch das Informations- und Medienunternehmen Bloomberg, getestet von Shake Shack Chef Randy Garutti, Greater China Restaurant Chef Uwe Opocensky, und Meatliquor Co-Gründer Scott Collins. Ihre Testergebnisse findet ihr hier. Die sollen sich also mit Burgern auskennen? Wie auch immer, ich wäre irgendwie schief gewickelt, wenn ich mir die Chance auf einen der besten Bürger der Welt entgehen lassen würde.

Gasoline Grill ist eigentlich an zwei Stellen in Kopenhagen verortet, das Hauptrestaurant ist tatsächlich eine alte Tankstelle. In diesem Fall war es ein Ableger in einem der besagten Container gegenüber der ehemaligen Streetfood-Halle. Zur Auswahl gab es lediglich Cheeseburger. Kein Problem, zwei bestellt. Was mir sofort aufgefallen ist, hier wird das Fleisch für den Burger-Patty frisch gewolft. Einer der Jungs war die ganze Zeit damit beschäftigt Fleischteile zu zerkleinern und danach gingen diese Teile direkt in den Wolf. Der Patty wurde erst auf der Grillplatte gepresst, die Schnittflächen des Burger-Buns ebenfalls angeröstet. Kostenpunkt für zwei Cheeseburger 300 Dänische Kronen, umgerechnet ca. 20€. Wahrlich kein Schnapper, aber Kopenhagen ist in der Hinsicht eh ein teures Pflaster. Nach maximal 10 Minuten wurde dann unsere Bestellung aufgerufen und wir hatten zwei sehr gut aussehende Burger in der Hand.

 

Das was wir als Cheeseburger bekommen hatten war ziemlich puristisch. Bun, Fleisch, Cheddar-Käse, Zwiebeln, Gurkenscheiben und eine Burgersauce. Zusammengefasst ein Cheeseburger, der sich auf die Basics konzentriert. Nun soll man ja mit Superlativen etwas vorsichtig sein. Aber nach dem ersten Bissen wusste ich sofort, ich habe gerade einen mega-leckeren Burger in der Hand. Die Zutaten haben perfekt harmoniert, das Fleisch war sehr saftig und für mich perfekt gegrillt, zudem war der Bun äußerst lecker. Auch wenn ich den Jungs von Kumpel und Keule aus Berlin jetzt unter Umständen weh tue. Der Cheeseburger vom Gasoline Grill in Kopenhagen ist für mich der beste Burger den ich bisher gegessen habe. Ich kann absolut verstehen, dass die Jungs von Bloomberg Gasoline Grill unter die besten 27 Burgerläden der Welt gewählt haben. Nun wollte ich natürlich noch ein paar Informationen zu dem Burger haben. Laut Aussage der Jungs im Laden verwenden sie kein Dry Aged Fleisch. Die genauen Stücke, die verarbeitet werden, wollte mir man nicht sagen, Geheimnis! Was ich jedoch herausgefunden habe ist, dass sie bei der Verarbeitung des Buns wohl Kartoffelbrei mit einarbeiten. Damit werde ich demnächst mal experimentieren. Wer irgendwann mal in Kopenhagen sein sollte, der muss unbedingt einen Abstecher zu einen der Verkaufsstellen von Gasoline Grill machen. Aber man muss schnell sein, denn pro Tag wird nur eine begrenzte Menge an Burgern produziert! Nochmals einen Dank an Tina und Martin dafür, dass ich dieses Erlebnis haben dürfte.

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